Archive for June, 2010

Strassen-Schweizer-Meister

Nach meinem erreichten Saisonziel, dem Zeitfahrschweizermeistertitel, konnte ich ohne Druck am Strassenrennen starten. Mein Ziel war es eigentlich, eine Gruppe auszulösen, doch dies gelang mir trotz zahlreicher Attacken nicht. Immer wenn ich angriff folgten mir viele Fahrer, wohl ein kleines Handycape wegen dem Zeitfahr-Meistertitel. Da keine Gruppe entsprechend wegkam, ging man von einem Massenspurt aus. Da ich mich in der letzten Runde (Die gleiche Runde wie im Zeitfahren) der insgesamt 6 Runden (120km) etwas zurückhielt, hatte ich am Schluss noch genügend Reserve um eine Attacke zu starten. Ca. 2km vor dem Ziel griff ich an einem leichten Antstieg an und gab einfach vollgas. Zu meinem Glück folgte mir niemand. Der geringe Vorsprung reichte bis ins Ziel und ich hatte sogar noch Zeit, mich aufzurichten und den Sieg zu geniessen. Dieser dritte Schweizermeistertitel kam für mich sehr überraschend, und deshalb ist die Freude darüber um so grösser!

Sunday, June 27th, 2010 Uncategorized No Comments

Zeitfahr-Schweizermeister U19

Die Zeitfahr-Schweizermeisterschaften waren eines meiner Saisonziele und nach dem Bahn-Schweizermeistertitel und dem Sieg beim nationalen Zeitfahren in Pfaffnau vor einer Woche war ich auch guten Mutes für diese Meisterschaften. Die Strecke führte auf 22km auf einen hügeligen Parcours. Dabei waren die ersten5km flach. Ich fand relativ schnell einen guten Rhythmus, allerdings ging ich zu schnell ins Rennen, denn auf den folgenden 10km, welche sehr hügelig und mit extrem viel Gegenwind waren, war ich etwas kaputt und es war extrem anstrengend. Am Bergpreis nach etwas mehr als der Hälfte der Distanz hatte ich 7 Sekunden vorspurng auf Tizian, den bis dahin Besten. Auf dem letzten Streckenteil mit Rückenwind konnte ich aber nochmals zusetzten und bis ins Ziel den Vorsprung auf 19 Sekunden ausbauen. So gewann ich meinen 2. Schweizermeistertitel in diesem Jahr; Dies wäre ohne die grossartige Unterestützung von Thömus Veloshop (Ich konnte bestens ausgerüstet an den Start gehen…)  als Sponsor und Roland Glaus (Im Begleitfahrzeug und sonst überall) und vielen anderen Leuten nicht möglich gewesen!! Vielen, vielen Dank.

Wednesday, June 23rd, 2010 Uncategorized No Comments

Zeitfahren Pfaffnau

Eine Woche vor der Zeitfahr-SM fand das nationale Zeitfahren in Pfaffnau statt, welches sozusagen die Hauptprobe zur SM war. Zu der schon sehr anspruchsvollen Strecke kam noch ein kalter Regen hinzu, welcher das Rennen nicht leichter machte. Es galt zwei Runden à 11,5km zu absolvieren. Dies schaffte ich in 31:10, was die Bestzeit und somit der Sieg im nationalen Zeitfahren bedeutete. Nächsten Mittwoch findet, wie gesagt, die Zeitfahr-SM in Kriegstetten statt;  ich kann mit einer gelungenen “Hauptprobe” dorthin gehen.

Thursday, June 17th, 2010 Uncategorized 1 Comment

Bahn-Schweizer-Meister

Es war schon immer mein Traum, irgend einen Meistertitel zu gewinnen. Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft, manchmal knapp oder auch deutlich nicht. Dabei hat nichts auf einen allfälligen Erfolg auf der Bahn hingedeutet, war ich doch in den letzten Wochen im Matur-Prüfungsstress und mein Training beschränkte sich auf das erholsame Ausfahren jeweils nach den Prüfungen…

Die Bahnschweizermeisterschaft wird in der Form des Omniums ausgetragen, d.h. es gibt vier Disziplinen und am Schluss der zwei Tage gewinnt derjenige, welcher am wenigsten Rangpunkte hat. Am Freitag Abend stand das 1000m Zeitfahren und das 3000m Zeitfahren auf dem Programm. Im Kilometerfahren konnte ich den vierten Rang holen und im 3000m Zeitfahren, wo es mir wirklich äusserst gut lief, konnte ich gar die schnellste Zeit von 3:28 fahren! So war ich nach dem ersten Tag und zwei von vier Disziplinen Zweiter der Gesamtwertung.

Am Samstag ging es dann mit dem Sprint weiter. Da ich eher auf längere Distanzen gut bin, hatte ich mir für diesenSprint nicht allzu viel ausgerechnet. In der Qualifikation üer 200m fuhr ich die 5. schnellste Zeit, was bedeutete, dass ich im Sprint gegen den 4. schnellsten und Gesamtführenden nach dem ersten Tag, Joel Peter, antreten musste. (Beim Sprint fahren zwei Fahrer gegeneinander und wer nach 3 Runden als erster im Ziel ist, hat gewonnen).  Bei diesem Sprint spekulierte ich darauf, dass ich einen besseren Antritt hatte als Joel. Zum Glück unternahm er zwei Runden lang nichts, so dass ich eine Runde vor Schluss antreten konnte und so den 1/4-Final im Sprint für mich entschied. Im1/2-Final traf ich auf den späteren Sprintsieger Gael Suter, der mir klar zeigte, wie man sprintet! So musst eich in den kleinen Final um Platz 3; dort traf ich auf den früheren BMXler Arend Keller. Ich versuchte die gleiche Taktik wie bei Joel, vergass aber, dass er BMXler war. Sein Antritt kam 1,5 Runden vor Schluss und war mir einfach zu stark! Zum Glück gibt es im Final immer “best of three”, so hatte ich im zweiten Lauf noch eine Chance. Diesmal fuhr ich von Anfang an ein höheres Tempo, damit sein Antritt mich nicht abhängen konnte. Tatsächlich konnte ich ihm folgen, und in der letzten Kurve noch vorbeiziehen. Im dritten Lauf lief es nach dem gleichen Schema ab und ich konnte mich (unerwartet) im 3. Rang des Sprints qualifizieren.

Vor der letzten Disziplin, dem Punktefahren, lag ich zusammen mit zwei anderen fahrern mit gleich vielen Rangpunkten an der Spitze, gefolgt von Joel Peter mit zwei Punkten mehr; dahinter war das Loch zu Platz fünf schon so gross, dass der Sieger wohl aus den ersten Vier stammen musste. Beim Punktefahren über 100 Runden gibt es alle 5 Runden 5,3,2,1 Punkte und für einen Rundengewinn 20 Punkte. Es war so äusserst spannend vor dem Start, wie ich das noch nie erlebt hatte. Das Rennen, so schien es, wurde in zwei Rennen gespalten, das Rennen um den Disziplinensieg und das Rennen um den Gesamtsieg. Da wir vier an der Spitze uns nur belauerten und keiner einen anderen wegliess, konnten schon in den ersten paar Runden viele andere Fahrer eine Runde gut machen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jegliche Orientierung, wer im Moment führen würde, verloren, deshalb konzentrierte ich mich auf die drei anderen und hielt mich erst einmal zurück. Nach zirka der Hälfte des Rennens gab es einen Moment, und ich attackierte. Nach wenigen Metern hatte ich schon ein grosses Loch aufgerissen, doch die Anderen wollten mich nicht fahren lassen. Ich trat einfach voll in die Pedale, da ich wusste, dass es meine einzige Chance auf den Gesamtsieg war. Tatsächlich schaffte ich den Rundengewinn und fortan war mein Ziel, dass keiner der anderen Drei einen Rundengewinn schaffen konnte. Dies schaffte ich, und so wurde ich am Ende Schweizermeister der Junioren. Platz zwei ging an Thierry Schir und Platz drei an Yves Hoffmann, der dank zwei Rundengewinnen und Platz zwei im Punktefahren noch von Platz 5 auf den 3. Ranf hervorstiess.

Dies ist mein erste offizieller Schweizermeistertitel und ich freue mich wirklich unglaublich! An dieser Stelle möchte ich allen danken, welche mir zu diesem Sieg verholfen haben; Sponsoren, Trainer, Betreuer, Freunde und Familie. Ein spezieller Dank geht an den Bahn-Mechaniker Fritz Brühlmann.

Sunday, June 13th, 2010 Uncategorized 424 Comments

Zeitfahren Burgistein-Reutigen

Da ich im Moment bei den schriftlichen Maturprüfungen bin und deshalb einiges zu lernen habe, konnte ich am Wochenende leider nicht am Bahntrainingswochenende der Nationalmannschaft in Aigle teilnehmen. Dafür aber fuhr ich das nationale Zeitfahren Burgistein-Reutigen am Dienstagabend, was mir als Abwechslung zu den Maturprüfungen gut tat.

Burgistein Reutigen fahre ich schon seit ich Schüler bin und es ist immer die gleiche Strecke, so ist es jedes Jahr wieder interessant zu sehen, ob man fortschritte gemacht hat. Gestern ging ich nicht mit grossen Erwartungen in das Rennen, nur wollte ich ein besseres Zeitfahren als an der TPV abliefern und mich wohler fühlen auf dem Zeitfahrrad. Pünktlich zum Start fing es an, in kübeln zu giessen (und pünktlich auf die Zieleinfahrt hörte es wieder auf….); dies störte mich aber nicht besonders, die Strecke war auch nicht gefährlich.  Schon schnell nach dem Start fand ich einen guten Rhythmus und den ersten Anstieg 2km nach dem Start konnte ich in einem guten Tempo bewältigen. Insgesamt war es eine gute Fahrt über die 14,3km, welche mit vielen kleinen Anstiegen gespickt waren. Im Ziel täuschte mich mein eher mittelmässiges gefühl vom Zeitfahren ziemlich: Ich hatte mich um eine Minute zum Vorjahr verbessert und den Junioren-Streckenrekord aufgestellt… Wie gesagt, eher überraschend und deshalb freut es mich umso mehr. Nach den schriftlichen Maturitätsprüfungen findet dann am nächsten Wochenende die Bahn-SM in Aigle statt.

Pressebericht: http://rrc-thun.ch/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=277&Itemid=

Wednesday, June 9th, 2010 Uncategorized No Comments