Archive for May, 2010

3. Etappe TPV

Da ich an dieser Rundfahrt noch nicht viel zeigen konnte, beschloss ich, und wurde auch vom Natitrainer dazu ermuntert, aktiv zu fahren. Nach etwa 7km griff ich deshalb im Gegenwind an und fuhr (leider) alleine davon. Bis zum ersten Pass von den heutigen zwei Pässen konnte ich 30 Sekunden auf das Feld herausfahren. Doch dieser Pass war 10km lang jedoch nicht allzu steil. Deshalb fuhr ich meinen Rhythmus da mich das Feld wohl soviso einholen würde. Ich hoffte aber auf eine kleine Gruppe, welche aufschliessen und dann mit mir davon fahren würde. Tatsächlich konnten drei Fahrer zu mir aufschliessen und wir fuhren bis 2km vor der Passhöhe voraus. Dann holte uns das Feld ein und Joel Peter konnte den Bergsprint gewinnen uns somit hatte er das Bergpreistrikot auf sicher. Den zweiten Pass nahm ich im Feld in Angriff und im Regen (Es regnete den ganzen Tag) war dieser nicht einfach. Felix Baur attackierte schon unten am Anstieg und schloss mit den Gesamtklassementsfavoriten zu der bereits im Flachen zwischen den Pässen entstandenen Spitzengruppe mit Lienhart und Joel Peter auf. Den zweiten Pass konnte ich erstaunlicherweise in der Spitze des klein gewordenen Feldes passieren. Nach der Abfahrt attackierte ich und zu zweit konnte ich zu der Spitzengruppe aufschliessen. Dies war allerdings sehr hart. Das gleiche gelang Simon Pellaud und so waren wir 5 Schweizer-Natifahrer in der 12er Spitzengruppe. 20km vor dem Ziel attackierte Simon Pellaud. Kurze Zeit später formierte sich nach einigen weiteren Attacken eine 6er-Verfolgergruppe mit den ersten drei im Gesamtklassement und Felix Baur und mir. Wir zwei mussten nichts nachführen, da ja Simon Pellaud vorne war! Lange Zeit sah es  nach einem Erfolg von Simon Pellaud aus, doch 3km vor dem Ziel attackierte der 2. im Gesamtklassement und Felix ging mit. Leider entwischte mir der 3. im Gesamtklassement kurz vor dem Ziel, welcher zu den mitlerweile drei Fahrern an der Spitze aufschliessen konnte. Felix wurde somit guter 3. Simon 4. und ich 5..

Insgesamt war es für mich eine durchschnittliche Rundfahrt, ohne den schlechten Tag am Samstag wäre es vielleicht gut gekommen. Mit der schweizer Nationalmannschaft haben wir das Mannschaftsklassement gewonnen, was für die gute Teamleistung spricht.

Sunday, May 30th, 2010 Uncategorized 26 Comments

2.Etappe TPV

Die zweite Etappe war in zwei Teiletappen unterteilt. Am Morgen ging es auf über 90km über zwei Pässe mit insgesamt mehr als 1000 Höhemeter und am Nachmittag fand dann ein Zeitfahren über 12km statt. Ich werde nicht viel darüber schreiben, da es für mich ein ziemlich schlechter Tag war! Der Erste Anstieg fing 5km nach dem Start an und war relativ lang, aber gleichmässig. Ich konnte relativ gut mithalten, doch ganz oben, als es steiler wurde, konnte ich mit der entstehenden Ausreissergruppe nicht mitgehen. So nahm ich den zweiten Anstieg im Feld in Angriff. Dieser war ziemlich lang und auch nicht überall gleich steil. 4km vor der Passhöhe musste ich reissen lassen; im nachhinein gesehen war es wohl ein Kopfproblem, dass ich zu wenig “Leidensbereitschaft” aufbringen konnte. Ich fuhr auch in keiner Gruppe mit sondern föllig alleine, was mir auf der 20km leichten Abfahrt dann zum Verhängnis wurde. Ich verlor bis ins Ziel 2min und somit meinen 4. Zwischenrang.

Am Nachmittag fand das Zeitfahren statt. Gut gestartet konnte ich keinen Rhythmus finden, ich hatte auch zu wenig Druck auf dem Pedal und so wurde ich 12, eigentlich nicht schlecht aber aufgrund des Gefühls, des Prologranges und des Rückstandes weiss ich, dass es viel besser hätte gehen können…

Sunday, May 30th, 2010 Uncategorized 1 Comment

1. Etappe TPV

Die erste Etappe der diesjährigen TPV führte über 100km auf einem hügeligen Parcours von Cugy nach Echallens. Schon kurz nach dem Start bildete sich eine relativ grosse Spitzengruppe mit drei Schweizern darin. Dabei war Joel Peter die ganze Zeit virtueller Leader und Tizian Rausch trug virtuell das Trikot des besten Jungen. Doch die Teamkollegen des führenden Amerikaners führten das Feld kurz vor dem Ziel wieder heran, Simon Pellaud und Joel Peter hätten es fast geschaft durchzukommen. Kurz nachdem sie eingeholt wurden griff ich 3km vor dem Ziel an, leider war es ein etwas schwacher Angriff und das Feld konnte mir sofort folgen. Doch die entscheidende Kraft für den Sprint war weg; trotzdem konnte ich noch den 6. Platz erreichen.  Morgen findet der Start zur zweiten Etappe mit zwei grossen Pässen schon um 09:00 Uhr statt, also nur eine kurze Erholungszeit…

Friday, May 28th, 2010 Uncategorized No Comments

Prolog Tour de Pays du Vaud

Der Prolog der diesjährigen Wadtlandrundfahrt führte über 2,1km durch Vevey. Der erste Kilometer war gespickt mit 4 relativ technisch schweren Kurven worauf dann ein kilometer Flachstück folgte. Der erste Kilometer gelang mir relativ gut, doch im Flachstück konnte ich den etwas zu schweren Gang nicht richtig in Top-Speed bringen. Es war aber trotzdem eine gute Leistung, welche für den 4. Platz reichte. Mit Joel Peter als 2. haben wir (Nationalteam) ein Trikot in der morgigen Etappe und mit zwei weiteren Fahrern in den Top Ten waren wir wohl das stärkste Team, bis jetzt. Die morgige Etappe fürt über 100km auf einem relativ hügeligen Kurs von Cugy-Echallens. Mal schauen was wir dort erreichen können….

Thursday, May 27th, 2010 Uncategorized No Comments

Drei Tage von Axel

Nachdem wir, die Juniorennationalmannschaft, am Mittwoch bis nach Metz gefahren waren, fuhren wir am Donnerstag noch die restlichen Kilometer nach Axel, welches sich im Norden Hollands befindet. Dort fand am Freitag die erste Etappe der diesjährigen Rundfahrt „Drei Tage von Axel statt“. Diese führte auf über 120km über insgesamt sieben Paves-Abschnitte und diverse schmale Windkantenwege. Am Start befanden sich 160 der besten Fahrer Europas. Demensprechend hektisch ging es in das Rennen, denn nach wenigen Kilometern mussten wir über zwei längere Paves-Abschnitte fahren. Leider geriet ich zu weit hinten im Feld in diese Abschnitte und durch die anschliessenden Windkanten spaltete sich das Feld in viele kleine Gruppen auf und es war unglaublich hart wieder nach vorne zu kommen. Nach etwa 50km hatten wir dies jedoch endlich geschafft und allmählich rollte das Feld wieder zusammen. Doch in der ganzen Erleichterung einmal wieder druchschnaufen zu können entging mir und leider auch den restlichen Schweizern dass sich diverse kleine Gruppen nach vorne verabschiedeten und so eine grosse Ausreissergruppe entstand. Als ob dem nicht genug wäre plagten mich zu diesem Zeitpunkt auch noch Fussbrennen (es war einer der ersten heissen Tage). 20km vor dem Ziel legte sich dieser Schmerz allmählich und deshalb startete ich eine Attacke, welche mir glücklicherweise gelang und so konnte ich mich mit drei anderen Fahrern vom Feld absetzen, allerdings waren vorne schon 30 Fahrer ausgerissen…

Am nächsten Morgen, nach gerademal 14 Stunden Regeneration fand ein Zeitfahren über 7,8km auf einem flachen aber sehr windigen Rundkurs statt. Am Start spürte ich noch die Anstrengung der vorherigen Etappe in den Beinen und zwei Kilometer vor dem Ziel bin ich dann nach einem anfangs guten Rhythmus eingebrochen und ich musste langsamer fahren. So vergab ich als 12. einen Platz unter den ersten 10 um etwa 2 Sekunden…
Doch schon am Nachmittag um 17Uhr starteten wir zur zweiten Halbetappe dieses Tages über 105km mit ähnlichem Terrain wie am Vortag, nur mit dem Unterschied dass wir am Morgen schon ein Zeitfahren gefahren sind. So war es einmal mehr unglaublich hart und die Etappe wurde im Sprint des auf 40 Fahrer geschrumpften Feldes entschieden. Ich hatte selber keine Kraft mehr für den Sprint und so kam ich in der Mitte des kleinen Hauptfeldes ins Ziel.

Die letzte Etappe fand am Sonntag bei wunderschönem Wetter in Belgien in Strijpen statt. Der Rundkurs war äusserst anspruchsvoll, denn es ging nur rauf und runter und hatte Rampen mit bis zu 15% Steigung. Die ersten zwei Runden liefen für mich relativ gut und ich konnte mich jeweils vorne im Hauptfeld aufhalten, doch dann begann sich die Hitze und die Anstrengung zu zeigen. 30km vor dem Ziel der 110km langen Etappe wurde das Tempo mächtig erhöht und ich viel aus dem schon recht kleiner gewordenen Feld heraus; d.h. ich fuhr in einer der zahlreichen kleinen Gruppen, denn ein Feld existierte auf diesem Kurs nicht mehr. Für mich galt es nur noch ins Ziel zu kommen was ich unter den wiederum brennenden Füssen und der Erschöpfung knapp schaffte. Ein Zeichen der härte des Rennens ist, dass gerademal 50 Fahrern von 160 angekommen sind!

Jetzt kann ich mich drei Tage erholen und dann geht es auf zur nächsten, für uns Schweizer fast noch wichtigeren, aber nicht minder harten, Rundfahrt „Tour de Pays du Vaud“, wo am Donnerstag der 2,1km lange Prolog in Vevey stattfindet.

Monday, May 24th, 2010 Uncategorized 1 Comment

Trainingslager Aigle

Bereits am Auffahrtsdonnerstag ging es nach Aigle wo ich mit der Nationalmannschaft ein paar Tage auf der Bahn trainieren konnte. Wir schauten bei der Gelegenheit gerade mal Teilstücke der in zwei Wochen stattfindenden Vadtland-Rundfahrt an. Es wird eine sehr schwere Rundfahrt, jedoch freue ich mich schon darauf. Am Mittwoch fahre ich nun mit der Nationalmannschaft nach Holland an die Rundfahrt “Drei Tage von Axel” was eher meinem Terrain entspricht…

Saturday, May 15th, 2010 Uncategorized No Comments

Zeitfahren Langanu-Zäziwil

Mein erstes Zeitfahren dieser Saison fuhr ich am letzten Mittwoch von Langnau bis nach Zäziwil. Die Strecke war 11km und leicht ansteigend und als ob das nicht genug wäre hatte es Gegenwind und es regnete leicht. Mein neues Zeitfahrvelo von Thömus Veloshop lief sehr gut, nicht zuletzt dank der Hilfe von Roland und Kirsten Glaus. Im Vergleich zum letzten Jahr konnte ich mich um mehr als eine halbe Minute steigern, was mich extrem zufriedenstellt. Von allen gestarteten Fahrern erreichte ich gar den 2.Platz (1.Junior).

Saturday, May 15th, 2010 Uncategorized No Comments

Berner-Rundfahrt

Dieser Bericht kommt etwas spät… An der Berner-Rundfahrt hatte ich mir einiges vorgenommen, da es mein Heimrennen war. Doch in der Woche vorher war ich erkältet und deshalb nicht bei vollen Kräften am Sonntag. Der harte Friensisberg, welcher bis zu 16% steil war, nahm mir deshalb sehr viel Kraft. Zwar konnte ich mit den Besten über den Bergpreis fahren, was mich extrem freute, doch war ich am Schluss nicht mehr bei vollen Kräften und erreichte den 8. Platz am Schluss.

Saturday, May 15th, 2010 Uncategorized 1 Comment

Rennwochenende im Tessin

Bereits am Freitag reiste ich zusammen mit der ganzen Familie Glaus (Roland, Kirsten mit Sereina und Flurina, welche selber am Samstag das Rennen fuhr) ins Maggia-Tal, wo am Samstag das erste von zwei Rennen an diesem Wochenende stattfand. Diese Reise dauerte ganze 6 Stunden, da wir fast 2,5 Stunden am Gotthard im Stau standen; mit dem Camper von Glauses war das aber sehr angenehm auszuhalten….

Am Samstag fand dann das erstmals ausgetragene Rundstreckenrennnen im Valle Maggia statt. Die Strecke führte auf der einen Seite des Flusses über einen Hügel, mit Bergpreis, hinauf und auf der anderen Seite herunter. Pünktlich zu unserem Start fing es an zu regnen und auf dieser technisch nicht ganz leichten Strecke war dies ein zusätzliches Hindernis. Gerade 300m vor dem Ziel befand sich eine Brücke, auf welche man mit einer 90° Kurve fuhr und diese wiederum mit einer 90° Kurve verliess um 300m später den Zielstrich zu überqueren. Jede zweite von 12 Runden wurden Bergpreispunkte vergeben und da ich mich ordentlich fühlte, fuhr ich ein paar Mal um die Punkte mit, so dass ich am Schluss gar den 2. Rang im Bergpreisklassement erreichte… Auf Grund des Berges und der darauf folgenden technisch schwierigen Abfahrt wurde das ganze Rennen über selektioniert, so dass sich am Schluss nur noch etwa 20 Fahrer im Feld befanden. Da das Feld bei Ausreissveruchen jeweils gut harmonierte kam am heutigen Rennen keine Gruppe durch und so kam es zum Sprint. Da orientierte ich mich an einem Sprinter, von welchem ich dachte, dass er gut fahren würde, dieser sich aber (komischerweise) ganz zuhinterst am Feld aufhielt. So verpasste ich es mich vor der angesprochenen Brücke in die richtige Position für einen Sprint zu bringen. So kam ich nur auf dem ca. 8 Platz aus der Brücke und hatte so ein zu grosses Loch nach vorne. Ich konnte aber dennoch auf den 3. Rang sprinten. Angesichts des guten Sprints war das nicht das ideale Resultat, jedoch war ich trotzdem zufrieden.

Nachdem wir am Samstag dann direkt weiter nach Gambarogno gefahren waren, fand dort am Sonntag das zweite Radrennen an diesem Wochenende statt. Nachdem ich bei den Anfängern dort gewonnen hatte, wollte ich dasselbe nun auch bei den Junioren schaffen. Die Rennstrecke war extrem schwer, da es einen langen und auch relativ steilen Anstieg hatte, den es insgesamt 4 mal zu bewältigen galt. Dazwischen befand sich aber die Hauptstrasse am See, welche man zuerst rauf und dann  runter fahren musste um erneut über den Anstieg wieder an die Seestrasse gelangen zu können. Vorteil (oder Nachteil) an der Strecke war die Spitzkehre am Ende der Seestrasse, wo man genau sehen konnte, wie weit vorne (oder hinten) sich Gegner beim Kreuzen befinden.

Nach dem ersten Anstieg, bei welchem noch nicht allzu schnell gefahren wurde, ging es das zweite Mal über den Berg, worauf sich auch das Ziel befand (also eine Bergankunft), als es passierte: Jemand war mir in den Wechsler gefahren, woraufhin sich die Kette zwischen die Kränze und die Speichen bohrte und das Rad zum blockieren brachte. Nur mit vereinten Kräften gelang es uns die Kette herauszunehmen; doch dann stellte ich fest dass ich ein extremes „8ti“ hatte. So musste ich die Bremse erweitern und mit schleifendem Rad bis oben auf den Berg fahren, wo mir Roland (s)ein Ersatzrad gab. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits mehrere Minuten Rückstand auf das Feld und der Sieg schon fast ausser Reichweite. Da ich aber Spass am Radfahren (trotz des strömenden Regens) hatte und die weite Reise ins Tessin nicht vergebens machen wollte, fuhr ich weiter und heizte alleine in die Pedale. Dabei konnte ich zahlreiche Fahrer ein- und überholen, was mich sehr freute. Ebenfalls bemerkte ich an der erwähnten Tatsache, dass man die Gegner kreuzte, dass ich die ganze Zeit gleich schnell wie das Feld fuhr, da wir uns jeweils beim Kreuzen an der gleichen Stelle befanden. So war ich zwar Rangmässig nicht sehr gut doch hat es mir trotzdem eine menge Spass gemacht, was ich denke, dass es das Wichtigste ist.



Sunday, May 2nd, 2010 Uncategorized 1 Comment