Archive for April, 2010
Rennbericht Reverolle
Nach meinem Sieg am letzten Sonntag war ich an diesem wunderschön sonnigen Samstag top motiviert für das Rarennen in Reverolle, welches auf 3 Runden über 90km führte. Die Strecke war wenig selektiv, da es zwar viele, aber nur kurze und nicht so harte Anstiege hatte. Anfangs zweite Runde startete ich einen Angriff im Gegenwind. Zuerst sah es tatsächlich nicht schlecht aus, doch nach ein paar Kilomteren vollgas wurde ich und ein paar Andere wieder gestellt. Just in diesem Moment griff Joel Peter mit Lars Forster und einem Franzosen an. Eine Musterattacke, denn ich und viele Andere waren noch zu erschöpft von meiner vorangehenden Attacke. Ich versuchte zwar noch alleine oder zu zweit nach vorne zu fahren, doch fehlte mir in diesem Moment die Kraft. So kam es zum Massensprint um Platz 4, da die drei vorne gut und das Feld hinten schlecht harmonierte. Im Sprint fehlte mir ein bisschen der Pfupf, da ich wohl im Kopf auch nicht mehr so top motiviert war und so wurde ich schlussendlich 9.
Sieg in Lancy
Nach einer Ruhewoche nach Paris-Roubaix war ich heute wieder in der Schweiz, in Genf, am Start. Der Parcours in Lancy war heute sehr anspruchsvoll, auf den 105km hatte es sowohl giftige kleine Anstiege, ein paar längere Anstiege, aber auch lange Geraden mit viel Wind. Das Rennen war geprägt von vielen kleinen Ausreissergruppen, jedoch war keine von diesen Gruppen erfolgsversprechend. Auch ich versuchte es einige wenige Male, doch musste ich feststellen, dass die Konkurrenten alle auf der Hut waren und mich nicht weg liessen. So stellte ich mich schon 40km vor dem Ziel auf einen möglichen Massensprint ein. Doch in der letzten Runde bildete sich eine Ausreissergruppe mit vielen Favoriten darin. Ich entschloss mich deshalb nach vorne zu fahren. Ich kam erstaunlich gut vom Feld weg, d.h. niemand setzte nach. Das Loch konnte ich gut schliessen und so entstand eine Gruppe von fast zehn Fahrern, die gut harmonierte und sich so schnell vom Feld absetzen konnte. Aus dieser Gruppe kam es, da niemand attackierte, zum Sprint. Es war kein gewöhnlicher Sprint, denn 300m vor dem Ziel befand sich ein Kreisverkehr, in welchen man aus einer schmaleren Strasse einfährt. Leider befand ich mich vor dem Kreisel an vorderster Stelle. Dies war im Nachhinein gesehen jedoch ein Vorteil. Ich beschleunigte voll vor dem Kreisel, danach ging ich volles Risiko durch den Kreisel und beschleunigte so schnell ich konnte aus dem Kreisel heraus. So hatte ich ein Loch von etwa 10m auf meine Verfolger. Dies reichte dann gut bis ins Ziel, und ich konnte meinen ersten Sieg in diesem Jahr feiern.
Paris-Roubaix
Nachdem wir am Samstag einen kleinen Teil der Strecke mit dem Fahrrad und den Rest mit dem Auto abgefahren waren, taten mir die Hände bereits ziemlich weh. Aus diesem Grunde hatte ich vor dem Start einen Heidenrespekt vor den Pflastersteinen. Nach einer Schweigeminute für den polnischen Präsidenten ging das Rennen über die 122km und 16 Pavé-Abschnitte los. Wie bereits im letzten Jahr war die erste Rennstunde ohne Kopfsteinpflaster geprägt von vielen Stürzen, einem ständigen Positionskampf und einem hohen Renntempo. Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte ich in den ersten 40 Positionen in das erste Pavés hineinfahren und ich hatte auch keinen Defekt. Mit jedem weiteren Pavés taten mir die Finger, welche mir anfangs von der Schüttelei sehr weh getan hatten, immer weniger weh und ich begann mich an die Pflastersteine zu „gewöhnen“. Je mehr Pavés-Stücke das kamen, je kleiner wurde das Feld. Nach mehreren kleinen vergebenen Kraftaufwänden schwand meine Kraft erheblich. Im Abschnitt 5 erhöhte ich aus dem kleinen noch übrigbleibenden Feld heraus das Tempo. Es bildete sich eine kleine Gruppe, aus welcher ich in Abschnitt 4, dem berühmten Carrefour de l’Arbre heraus das Tempo erhöhte. Leider kam genau dort der Teamkollege Loic Hugentobler zu Fall. Den Abschnitt 3, der gleich darauf folgte, fuhr ich ebenfalls alleine, jedoch war ich dort total übersäuert. Von Hinten kam am Ende des Pavés ein Belgier, mit welchem ich und zwei Andere zu einer Gruppe von 8 Fahrern aufschliessen konnte, welche um den 5ten Platz fuhr. Doch kurz nach dem Zusammenschluss waren meine Kräfte am Ende und im letzten Pavés-Stück 7km vor dem Ziel verlor ich 50m auf diese Gruppe. Doch diese 50m konnte ich nicht mehr schliessen, im Gegenteil, ich viel in eine andere Gruppe zurück und konnte nur ganz knapp mithalten. Da ich derart am Ende war, wurden die letzten 5km sehr lange für mich. Im Velodrome hatte ich nicht einmal mehr die Kraft um zu sprinten. So fuhr ich auf den 21. Rang. Mein Mindestziel, in Roubaix anzukommen, habe ich erreicht. Und es war ein wirklich eindrückliches, aber auch hartes Rennen nach welchem es besonders schön war, im Velodrome einzufahren.
Venedig
Am Montag reiste ich zusammen mit meiner Matura-Klasse nach Venedig in die Abschlussreise. Dort verweilten wir während drei Tagen, bis am Donnerstag. Venedig ist eine sehr schöne Stadt, jedoch für meinen Geschmack zu fest auf Touristen ausgerichtet. Wir hatten eine schöne Zeit, jedoch musste/durfte ich am Donnerstag wieder zurückfahren. Heute Freitag fuhr ich mit der Nati dann nach Roubaix, wo wir morgen die Strecke anschauen werden…
GP Osterhas
Meine Bilanz am GP Osterhas sah bis jetzt gut aus, ein Sieg und ein zweiter Platz bei den U17. Aus diesem Grund hatte ich mir für dieses Rennen viel vorgenommen. Ich durfte am Steuer in Roland Glaus’ Auto zum Rennen fahren, so konnte ich auch noch das Autofahren üben, wo ich auch schon bald die Prüfung machen will. Auf den ersten paar Runden des Kriteriums (Beim Kriterium geht es darum, bei den alle 5 Runden stattfindenden Sprintwertungen Punkte zu sammeln. Gewonnen hat derjenige mit den meisten Punkten.) hielt ich mich ein wenig zurück. Ich wollte nach der ersten Grossen Sprintwertung angreifen. Dies tat ich auch und hatte schnell ein grösseres Loch. Doch auf der Strecke windete es stark und ich war wohl nicht super stark, so wurde ich nach 4 Runden wieder gestellt. Doch konnte ich ein paar Punkte sammeln (am GP Osterhas ist speziell, dass es jede Runde auch noch wenige Punkte gibt). Mit der Erkenntnis, dass meine Rollerfähigkeiten heute nicht sehr gut waren, konzentriete ich mich deshalb auf die grossen Sprints. Tatsächlich konnte ich dort mehr Punkte sammeln und auch ein paar Sprints gewinnen. Allerdings bildete sich im letzten Viertel des Rennens eine Spitzengruppe, die zu viele Punkte sammelten. Am Ende verlor ich den Sieg um einen Punkt. Allerdings war der Sieger, Tizian Rausch, sehr clever gefahren. Um mich für Paris-Roubaix noch besser in Form zu bringen, absolvierte ich danach noch ein Training.
Rennberichte
- September 2010 (1)
- August 2010 (10)
- July 2010 (4)
- June 2010 (5)
- May 2010 (9)
- April 2010 (5)
- March 2010 (3)
- November 2009 (1)
- October 2009 (3)
- September 2009 (2)
- August 2009 (7)
- July 2009 (3)
- June 2009 (9)
- May 2009 (3)
- April 2009 (4)
- March 2009 (4)
- February 2009 (1)
- January 2009 (5)
- December 2008 (5)
- November 2008 (5)
- October 2008 (5)
- September 2008 (3)
- August 2008 (6)
- July 2008 (1)
- June 2008 (8)
- May 2008 (5)
- April 2008 (5)
- March 2008 (4)
- 0 (1)
