Archive for September, 2009

EF-Woche Biel

Nach meinem letzten Strassenrennen der Saison habe ich nicht etwa Pausier, sondern mit dem Training für die Radquersaison bereits begonnen. Die “Pause” verbrachte ich letzte Woche zusammen mit meiner Ergänzungsfach-Sport-Klasse in Biel, wo wir viel Golf gespielt, Wind gesurft und Radgefahren sind. In dieser Woche erhielt ich einblick in diese zwei anderen Sportarten, Radfahren kenne ich ja schon relativ gut. Ich musste lernen dass Golf wesentlich komplexer ist als ich es mir vorgestellt habe, aber trotzdem sehr gut, und Windsurfen gar nicht so schwer, wie ich es mir vorgestellt habe. Schon in einer Woche geht es allerdings mit der Radquersaison los, so werde ich mich nun also wieder auf das Rad-training konzentrieren.

Saturday, September 19th, 2009 Uncategorized No Comments

GP-Rübliland

Der GP Rüebliland ist mein letztes Strassenrennen dieser Saison. Es ist eine internationale Junioren-Rundfahrt in der Schweiz. Ich startete mit dem Regionalteam Nordwestschweiz zusammen mit Roman Güdel, Roman Baum, Yves Hofmann, Raphael Lee und Stefan Roost.

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(v.l.n.r.) Yves Hofmann, Roman Güdel, Gabriel Chavanne, Roman Baum und Raphael Lee

1.Etappe:

Die erste Etappe führte auf 105 km über einen welligen Parcours. Nach 50 km hatte ich einen Platten; nicht wie bei nationalen Rennen, hatten wir eine hier eine Begleitwagenkolonne, so konnte ich auf mein Begleitfahrzeug warten. Der Komissär sagte mir jedoch, dass ich beim neutralen Materialwagen wechseln soll, da wir – mein Team – die 19. Position in der Kolonne hatte. Doch dieser neutrale Materialwagen fuhr einfach an mir vorbei und so viel ich aus der Kolonne heraus. Das anschliessende Aufholen kostete mich viel Kraft! Nach 10 km im Feld riss mir eine Speiche im Vorderrad. Diesmal wartete ich, bis das Begleitauto direkt hinter dem Feld fuhr. So war es weniger anstrengend, wieder ins Feld zu fahren. 10 km vor Schluss hatte ich mich wieder erholt und griff an. Es war bereits eine 10er-Gruppe ausgerissen, welche ich in der Abfahrt zusammen mit 3 eingeholten Fahrern einholte. Wir konnten uns mit 14 Sekunden Vorsprung knapp ins Ziel retten. Ich konnte noch den 5. Etappenrang erreichen; angesichts der guten Ausgangslage auf den Etappensieg war ich ein wenig enttäuscht, doch Angesichts der zwei Defekte ist es ein super Ergebnis!

2.Etappe:

Mein Tagesziel war es, nach meinem 5. Zwischenrang das Rote Trikot des besten Schweizers und natürlich das Leadertrikot zu übernehmen. Nach etwa 15km konnte ich mit meinem Nordwestschweiz-Teamkollegen Roman Güdel in eine 12er-Spitzengruppe fahren. Diese harmonierte super und nach der Rennhälfte (35km) hatten wir bereits 1,5 Minuten Vorsprung; ich war virtueller Leader!! Doch dummerweise war in der Gruppe kein einziger Schweizer Nationalfahrer dabei und so reihte das ganze Schweizerteam hinten ein und kurz vor dem Ziel wurden wir leider gestellt. Dann riss sogar noch eine 4er-Gruppe aus und konnte einen 30 Sekunden-Vorsprung ins Ziel bringen. Während des Ausrisses hatte ich 3 Sekunden Bonifikation in Zwischensprints ergattert, mein Rückstand auf das Rote Trikot betrug also noch 3 Sekunden (Jan Keller hatte am Vortag als Zweiter 6 Sekunden Bonifikation bekommen).

3.Etappe:

Am Nachmittag dann stand das 6,8km lange Zeitfahren auf dem Programm. Ich wärmte mich sehr gut auf und war motiviert für das Zeitfahren. Nachdem ich mein Zeitfahrvelo genaustens geprüft hatte, war ich zuversichtlich. Die lange Flucht vom Morgen merkte ich beim Fahren dennoch. Auf der Strecke hatte es heftigen Wind, so dass ich eigentlich nie Rückenwind hatte. Mit 8:40 Minuten erreichte ich den 6.Platz, nur 7 Sekunden hinter dem Sieger und 2 Sekunden hinter dem 3. Ich war zufrieden mit dem Zeitfahren, hatte ich doch auf Jan Keller 14 Sekunden und somit das Rote Trikot herausgefahren.

4. Etappe:

Auf den 120km war unser einziges Ziel, das Rote Trikot und meinen fünften Platz zu verteidigen. Bis 60km vor dem Ziel blieb das Feld einigermassen zusammen, doch dann gab es auf der 20km Runde viele Attacken; die Attacken der Schweizer Konkurrenten konnte ich alle neutralisieren. Dann griff der Weltmeister (Belgier) an und es entstand eine 15er-Gruppe. Da ich nicht gerade “Zur Stelle” war, verpasste ich den Abgang. Deshalb musste ich alleine nach vorne fahren, was mich enorm viel Kraft kostete. Dies Gruppe allerdings harmonierte gut und wir hatten zwischenzeitlich 1:11 Vorsprung; einmal mehr war ich virtueller Leader. Doch die Holländer, welche den Leader hinten im Feld hatten, zeigten sich intelligent: Im Feld griff der Leader an und mit Hilfe der sich aus der Spitzengruppe zurückfallen gelassenen Teamkollegen schaffte auch er den Anschluss mit vielen Anderen, auch Konkurrenten im Gesamtklassement. So war das Rennen wieder neutralisiert und ich konnte mein Rotes Trikot verteidigen.

Insgesamt beendete ich die Rundfahrt auf dem 5.Rang, bester Schweizer, in der Zwischensprintwertung belegte ich Rang 2 und im Punkteklassement Rang 10. Also eine gelungene Rundfahrt.

Sunday, September 6th, 2009 Uncategorized 2 Comments