Archive for August, 2009
Rennwochenende in Vertova (Italien)
An diesem Wochenende ging ich mit der Nationalmannschaft nach Vertova, Italien, um zwei Rennen zu fahren. Am Samstag führte die Strecke auf einer relativ flachen Runde über 80km und am Sonntag mussten wir über 1000 Höhemeter auf 120km bezwingen. Der Nationaltrainer Daniel Gisiger hatte mir für den Samstag die Aufgabe des Sprinters zugeteilt, d.h. ich sollte mich auf einen möglichen Sprint des Feldes vorbereiten. So ging ich absolut keine Attacken mit, was im Nachhinein ein Fehler war. Denn am Schluss waren 40 Fahrer von den 200 gestarteten ausgerissen. Trotzdem bauten wir Schweizer einen Sprinterzug mit Lukas Müller, Joel Peter und mir auf; als Übung war das ganz gut. Ich konnte im Feld-Sprint noch knapp den 2.Rang ersprinten; mit dem richtigen Zeitpunkt des Antretens hätte ich ihn auch gewinnen können. Aber unser Ziel dort war vorallem zu lernen und uns auf die kommende Rüebliland-Rundfahrt vorzubereiten…
Am Sonntag war es dann die Strecke der anderen Fahrer, wie schon gesagt war sie sehr coupiert. Ich erhielt die Aufgabe, im ersten Teil des Rennens mit den Attacken mitzugehen und zu schauen, dass keine Gruppe ohne Schweizer zustande kommt. Zusammen mit Dario Stäuble gelang mir das sehr gut, jedoch verlor ich viel Kraft dabei; ist nicht schlimm, da es dem Team hoffentlich geholfen hat. Am Schluss konnte sich tatsächlich Adrian Chenaux unter den paar Besten einreihen. Da ich mich in der Zwischenzeit vom Anfang ein bisschen erholt hatte, konnte ich am Schluss noch ein gutes Finale hinlegen und so um den 30. Platz kämpfen.
Es waren zwei lehrreiche Tage, wobei ich vor allem das Feld-Fahren und das Sich-Durchsetzen im Feld wieder gelernt hatte, was schon wichtig für die Heim-Rundfahrt am nächsten Wochenende ist.
Gelbes Band
Wisst ihr, warum meine Lieblingsrennen die Trainingsrennen sind? Ich habe sie desshalb so gerne, weil man nach Lust und Laune attackieren kann und ein taktischer Fehler nicht weiter schlimm ist, da es ja nur ein Trainingsrennen ist. So war ich bei dem diesjährigen gelben Band gut motiviert; es war seit der EM mein erstes wirkliches Strassenrennen. Wir starteten mit Vorgabe auf die Elitefahrer und Amateure. Wir versuchten disen Vorsprung gerade auszunutzen und gaben zu sechst von Anfang an vollgas. Dabei bauten wir den Vorsprung noch aus, weil die hinten nich voll fuhren. So riskierte ich einen Antritt in der dritten von vier Runden und versuchte solo durchzukommen. Dies gelang, da mein Angriff aus heiterem Himmel kam und niemand gefasst war, bis ich einige Meter Vorsprung hatte. Diesen konnte ich auf der Fläche bis ins Ziel auf eine Minute ausbauen. Aber wie gesagt, es war ein Trainingsrennen und von der Wichtigkeit nicht vergleichbar mit den Rennen am Samstag und Sonntag in BERN WEST (Oberbottigen) und KIRCHDORF.
Wenn jemand Lust und Zeit hat, einmal ein Radrennen zu erleben, so sind diese zwei Rennen die am nächsten bei Bern liegenden Rennen der Saison…
Sieg am GP Kyburg
In mein letztes Nationales Rennen der Saison ging ich, wie schon oft diese Saison, als “Titelverteidiger” ins Rennen. Im letzten Jahr hatte ich hier im Sprint gegen Joel Peter gewonnen. Da es also die letzte Gelegenheit war, auf nationaler Ebene noch ein Rennen zu gewinnen, wollte ich diese umbedingt nutzen. Das Rennen führte über 75km auf einem anspruchsfollen Parcours mit vielen Anstiegen. Doch das Rennen war wie gelähmt. An den Anstiegen wurde jeweils attackiert und manchmal gab es sogar kurzfristig Gruppen, doch auf den Flachstücken wurde derart gebummelt, dass alle wieder fit für die Attacken am Berg waren und es so fast unmöglich war, eine Gruppe auszulösen. So stellte ich mich auf einen Sprint ein. Dennoch versuchte ich es in der letzten Abfahrt mit zwei anderen Fahrern (Dem späteren Podest); doch wir kamen nicht weit. So kam es zum Sprint… Ca. 300m vor dem Ziel gab es eine 90° Kurve nach rechts auf die Zielgerade. Ich fuhr Kopf an Kopf mit Joel Peter auf die Kurve zu, dann zog ich ohne zu bremsen aussen durch, was natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Da er den engern Kurvenradius fahren musste, musste er und somit das ganze Feld abbremsen und ich konnte aus der Kurve antreten und gewann mit etwa 5 Längen Vorsprung…
GP RSC Aaretal
Nach dem gestrigen sehr ermüdenden Rennen fühlte ich mich natürlich noch müde, obwohl meine Beine wieder frisch waren. Im Gegensatz zu gestern wurden wir schon nach drei von 13 Runden mit insgesamt 114km von den Amateuren eingeholt; heute war es ohne Elitefahrern. Die Amateure schlugen ein hohes Tempo an, welches mir besonders am einzigen Anstieg zu schaffen machte. Leider verpasste ich eine 17er-Gruppe, die 6 Runden vor Schluss entstand. Ich selber griff drei Runden vor Schluss noch an, und tatsächlich bildete sich eine 4er-Gruppe. Am Schluss ging mir ein wenig die Kraft aus und ich konnte mich im guten 19 Schlussrang qualifizieren; als drittbester Junior. Jetzt bin ich sehr geschafft, doch war es ein gutes Training und eine Formbestätigung.
Bern West
Das diesjährige Bern-West war mein erstes Handicap-Rennen. Bei diesem Handicaprennen erhielten die Junioren einen Vorsprung vor den Amateuren und die einen Vorsprung vor den Elitefahrer, wobei alle im Ziel gleich gewertet werden. Wir Junioren waren uns von Anfang an einig und schlugen ein hohes Tempo an. Doch nach der ersten Zieldurchfahrt nach 17km von insgesamt 120km begannen die ersten Ermüdungen von Konkurrenten, was den Fluss im Feld der Junioren durcheinanderbrachte. So wurden wir langsamer. Da die Amateure zuerst von den Elitefahrern eingeholt wurden und erst danach eine aus 9 Fahrern bestehende Spitzengruppe aus Elitefahrern entstand, wurden wir zuerst von dieser schon in der 4 Runde eingeholt. Danach wurde es schnell und die Junioren vielen jede Runde mehr zurück, bis nur noch 4 Junioren, darunter ich, halten und sogar mitführen konnte. Aber jedesmal an den zwei kurzen aber harten Anstiegen (einer mit ca. 20%) musste ich über mein Limit hinausgehen um noch mitzuhalten. Doch in der letzten Runde, wir waren alle schon mächtig kaputt, leisteten wir uns ein dummes „Spiel“; ich und zwei andere Junioren wurden abgehängt, weil keiner führen wollte und alle dachten, der andere solle führen, so verloren wir den Anschluss und mussten uns gar noch von zwei Fahrern des Elitefeldes geschlagen geben.  So wurde ich 14, für ein Handicaprennen ein beachtliches Resultat…
Gelbes Band
Wisst ihr, warum meine Lieblingsrennen die Trainingsrennen sind? Ich habe sie desshalb so gerne, weil man nach Lust und Laune attackieren kann und ein taktischer Fehler nicht weiter schlimm ist, da es ja nur ein Trainingsrennen ist. So war ich bei dem diesjährigen gelben Band gut motiviert; es war seit der EM mein erstes wirkliches Strassenrennen. Wir starteten mit Vorgabe auf die Elitefahrer und Amateure. Wir versuchten disen Vorsprung gerade auszunutzen und gaben zu sechst von Anfang an vollgas. Dabei bauten wir den Vorsprung noch aus, weil die hinten nich voll fuhren. So riskierte ich einen Antritt in der dritten von vier Runden und versuchte solo durchzukommen. Dies gelang, da mein Angriff aus heiterem Himmel kam und niemand gefasst war, bis ich einige Meter Vorsprung hatte. Diesen konnte ich auf der Fläche bis ins Ziel auf eine Minute ausbauen. Aber wie gesagt, es war ein Trainingsrennen und von der Wichtigkeit nicht vergleichbar mit den Rennen am Samstag und Sonntag in BERN WEST (Oberbottigen) und KIRCHDORF.
Wenn jemand Lust und Zeit hat, einmal ein Radrennen zu erleben, so sind diese zwei Rennen die am nächsten bei Bern liegenden Rennen der Saison…
Niedersachsen und Trainingslager
Als erstes möchte ich mich für die lange Pause des Nachführens der Site entschuldigen (keinen Grund…).
Nach der Niedersachsenrundfahrt, die ich als 4. bester Nachwuchsfahrer und gesamt 15. beendete, dem Klassement nach dem Zeitfahren, da die übrigen Etappen alle flach waren und so im jeweiligen Massensprint entschieden wurden, hängte ich eine ruhigere Woche an.
Danach ging es am 3. August ins Trainingslager nach Andermatt mit der Junioren-Radquer-Nationalmannschaft. Bereits am ersten Tag standen 186km und zwei Pässe auf dem Programm und ich kam nur mit Mühe wieder in Andermatt an; es hatte auch den ganzen Tag geregnet. Danach bewältigten wir im Schnitt 3 Pässe pro Tag bei 120 – 150km, darunter die wunderschönen und berümten Pässe wie Furka, Grimsel, Susten, Nufenen, Gotthard, Lukmanier und Oberalp. Das Ziel war es, die Kraftausdauer zu verbessern, was wir definitiv geschafft haben. Leider hatte ich vier mal Platten; ich hatte erhebliches “Glück”, da alle auf der Abfahrt kurz vor Passagen mit z.T. 90km/h geschahen…
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