Archive for June, 2009

1. EM-Bericht

Nach einer sehr langen Autofahrt bis nach Belgien (ca. 100km weiter als Brüssel) ging es erstmals aufs Velo um die Beine zu lockern. Nach dem anschliessenden Nachtessen bekam jeder von uns eine Massage, was mir, da ich normalerweise keine Massagen kriege, relativ weh getan hat. Am  Dienstag morgen gab es um 09:00 Uhr Morgenessen. Danach besichtigten wir den 28 km Parcours. Dabei stellte Thomas Rentsch fest, dass ich auf dem neuen Zeitfahrvelo total falsch hocke. So gab es eine Einstel-Session, bei der wir das Zeitfahrvelo von Grund auf neu einstellten. Hoffentlich ist es eine nicht allzu grosse Umstellung… Nach der Massage, dem Nachtessen und dem frühen SChlafen werde ich morgen meine erste Zeitfahr-Europameisterschaft fahren…

Tuesday, June 30th, 2009 Uncategorized No Comments

Schweizermeisterschaft Strasse

Die diesjährige Strassenschweizermeisterschaft fand in Nyon statt. Nach dem nicht allzu schlechten Zeitfahren am Mittwoch hatte ich mir viel für dieses vorgenommen. Die Strecke bestand aus einer schleichenden aber zwischenzeitlich doch selektiven Steigung, so dass ich mich das ganze Rennen über zurückhielt um nicht an der Steigung kaputt zu gehen. Zwei Runden vor Schluss attackierte dann der spätere Sieger Micha Eglin. Zu zweit schaffte er es bis ins Ziel wo er den Sprint gewann. Im  Feld taktierte ich darauf, dass wir die zwei wieder einholen würden. Dies geschah nicht und deshalb kam es zum Sprint um Platz drei. Da ich noch zu weit inten platziert gewesen war, musste ich mich in der schnellen Schlussfase erst noch nach foren kämpfen. Dort erreichte ich noch den 9. Rang.

Tuesday, June 30th, 2009 Uncategorized No Comments

Matura-Arbeit

Wie viele schon wissen, bin ich im Moment mit meiner Maturaarbeit beschäftigt. Mit dem Mitteldistanz-OL-Schweizermeister (!!!) Lukas Diener entwickle ich eine LED-Velolampe (Bei ihm gibt es eine Stirnlampe). Er hat dazu einen eigenen Blog verfasst, indem Sie unsere Arbeit mitverfolgen können: Gabriels & Lukas’ Matura Blog

Friday, June 26th, 2009 Uncategorized No Comments

5.Rang dank Sponsor

Nachdem ich am Sonntag mein erstes Rennen nach dem Sturz bestritten hatte, mit etwa 20 Fäden an mir, und ich derart schlecht gefahren bin, dass ich so enttäuscht gewesen war und deshalb keinen Bericht verfasst hatte, war ich mit gemischten Gefühlen an die heutige Schweizermeisterschaft im Zeitfahren gegangen. Nach dem Sturz, bei dem die Walser-Zeitfahr-Maschiene kaputt ging, zögerte mein Sponsor, Campione Celeste, keinen Augenblick und stellte mir ein neues BMC-Zeitfahrrad zur Verfügung; Vielen Dank dir, Roland von Arx. Die Strecke umfasste 18 km, wobei es relativ wellig und verwinkelt war. Da ich das erste Mal auf der Zeitfahrmaschiene sass, hatte ich am Anfang Mühe, den richtigen Tritt und Position zu finden. Ich verlor auf der ersten Hälfte zu viel Zeit, so dass ich bei der Zwischenzeit mit ca. 30 Sekunden Rückstand durchfuhr. Nun fand ich aber ein wenig den Rhythmus und auch in den engen Kurven im zweiten Teil konnte ich Einiges gutmachen, so dass ich am Schluss mit 23 Sekunden Rückstand auf den überragenden Lukas Müller  (ich hatte also noch aufgeholt) auf dem 5. Rang landete. Angesichts des Unfalles ist es ein gutes Ergebnis, wobei man in Betracht ziehen muss, dass meine Teilnahme arg gefährdet war…

Wednesday, June 24th, 2009 Uncategorized 787 Comments

Crash

Es sollte eine schöne Trainings- Tour, an einem schönen Samstag, um einen schönen See auf einem schönen Zeitfahrvelo werden. Doch es kam anders! Als ich gerade fertig mit dem ersten Teil meiner Übungen auf dem Velo war, wollte ich mich erholen. Nach einer kurzen Abfahrt achtete ich deshalb nicht so auf die Strasse, stattdessen blickte ich in der Zeitfahrposition fahrend nach unten. Als ich zwischenzeitlich wieder aufblickte, sah ich ein paar Meter vor mir einen Kleinlieferwagen stehen. Ich konnte nicht mehr ausweichen und prallte voll in diesen hinein. Doch wie durch ein Wunder hob ich vom Rad ab und flog durch das sich auf Augenhöhe befindende Heckfenster, ohne mir etwas zu brechen. Im ersten Moment hatte ich natürlich einen Schock, ich hatte am ganzen Körper zahlreiche Schnittwunden von den Glassplittern…

Sofort kümmerten sich zahlreiche Menschen um mich; dafür möchte ich mich bei Ihnen nochmals bedanken. Mit der Ambulanz gelangte ich dann ins Thuner Kantonsspital, wo mir die Wunden zugenäht wurden und noch überprüft wurde, ob ich wirklich nichts mehr erlitten habe. Leider ist das Zeitfahrvelo nicht mehr ganz, und auch das Auto ist beschädigt, doch ich hatte wirklich viele Schutzengel; wer weiss, wie es hätte ausgehen können, wenn da kein Fenster gewesen wäre… Jetzt muss ich, zwei Wochen vor der Schweizermeisterschaft, mindestens eine Woche zwangspausieren, was mir natürlich gerade ungelegen kommt…

Monday, June 15th, 2009 Uncategorized No Comments

Prolog der Tour du Pays de Vaud

Der Prolog der Juniorenrundfahrt Tour du Pays de Vaud war derselbe, den die Profis bei der diesjährigen Tour de Romandie absolvieren mussten. Damals, im April, hatte ich diesen im Fernseher gesehen und empfand den Startanstieg als nicht allzu schwer, da man im Fernseher nicht erkennen kann, wie die Streckenverhältnisse wirklich sind… So war ich bei der Streckenbesichtigung überrascht, dass der erste von drei Kilometern so steil war. Da es so eine kurze Strecke ist, musste ich gut einfahren, das heisst, dass ich bereits eine Stunde vor Start auf der Rolle war. So konnte ich gut eingefahren die Strecke in Angriff nehmen. Wie die Profis im April ging ich bis oben am Anstieg aus dem Sattel (Im Unterschied zu ihnen war ich oben bereits sauer), verlor aber dort wahrscheinlich die meiste Zeit. In der Abfahrt , bei welcher ich fast 80km/h erreichte, konnte ich mich ein wenig erholen. Danach führte die Strecke am See entlang einen Kilometer bis ins Ziel, was nicht minder hart als der Anstieg war. Schlussendlich klassierte ich mich im guten 14. Rang.

Monday, June 8th, 2009 Uncategorized 3 Comments

1. Etappe

Die ersten 30km der insgesamt 102 zu absolvierenden Kilometer waren flach und hatten für mich den Zweck, mich an das etwas rauere Fahrverhalten im Peloton zu gewöhnen. So konnte ich unter den ersten par Positionen in den ersten Anstieg hineinfahren und überstand ihn gut. Bis zur Verpflegung nach 50km lief es mir gut, ich konnte ein paar Akzente setzen. Jedoch bei Kilometer 55 hatte ich einen Hinterradplaten. Leider war die Wagenkolone nicht direkt hinter dem Feld, da sie vom Kommissär hinter einem abgehängten Feld behalten wurden. So bekam ich ein Rad vom neutralen Materialwagen. Auf dem Weg ins Feld hatte ich, nicht wie sonst üblich, keine Wagenkolonne zur Hilfe. Ich zog die abgehängte Gruppe zurück ins Feld. Dort merkte ich, dass ich Gänge nicht benutzen konnte (mein vorheriges Rad war anders eingestellt). So musste ich nochmals in die Wagenkolonne zu meinem Wagen. Der Mechaniker konnte das Problem aber nicht beheben und ich befand mich am Ende der Wagenkolonne. Als ich bei der Wiederaufholjagt bereits beim Komissär, dem Auto hinter dem Feld, war, kam ein brutaler Anstieg. Natürlich blieb der Komissär vorerst hinter den Abgehängten Fahrern. So erreichte ich nur eine Abgehängte Gruppe und das Feld war uneinholbar weit fort….. Zwar versuchte ich noch es einzuholen, aber alleine und ohne Unterstützung der Wagenkolonne ein Ding der Unmöglichkeit! So fuhr ich mein Einzel- und die letzen 20km ein Zweierzeitfahren mit dem Mannschaftskollegen Roman Baum bis ins Ziel um noch im Kontrollschluss zu bleiben. Nach der Etappe war ich enttäuscht, hatte ich doch gute Beine und jetzt war ich vollkommen kaputt.

Monday, June 8th, 2009 Uncategorized No Comments

2. Etappe

Die zweite Etappe wurde in zwei Halbetappen aufgeteilt. Die erste, am Morgen stattfindend, betrug 80km, wobei die letzten 10km eine Bergankunft waren. Es wurde von Anfang an schnell gefahren, so dass das Feld weit in die Länge gezogen wurde. Den Anstieg selbst bewältigte ich in einem lockeren Tempo, da ich noch schlechte Beine vom gestrigen Tag hatte und soviso nicht mehr gut fahren konnte im Gesamtklassement… Die 2.Halbetappe bestand aus einem 12km Zeitfahren, wobei der letzte Kilometer ebenfalls bergauf geht. Ich startete gut, konnte ein hohes Tempo anschlagen. Doch nach 1km fing der Lenker an, bei jedem Bodenschlag nach unten zu gleiten. So konnte ich nicht am Lenker ziehen und so nicht vollgas fahren. Am Schlussanstieg hatte ich auf dem Zeitfahrrad einen so grossen Gang drauf, dass ich eigentlich aufstehen musste. Doch dies konnte ich nicht und so musste ich sitzen, was viel härter hatte. So erreichte ich zwar noch den 19.Rang, was aber gut viel besser hätte sein können…

Monday, June 8th, 2009 Uncategorized No Comments

3. Etappe

Da es gerade nach dem Start den Berg hinauf gehen würde, reihte ich mich ganz vorne ein. Tatsächlich entstand am ersten Berg eine Spitzengruppe, doch ich zögerte zu lange und so verpasste ich sie! Ich beschloss deshalb mich zurückzuhalten und auf später zu warten. Ein paar der unzähligen Anstiege dieser Etappe kannte ich vom letzten Wochenende, als wir mit der Nationalmannschaft die Strecke besichtigen gegangen sind… ich konnte mich vorne halten und in der Abfahrt sonst immer wieder nach vorne fahren. Am entscheidenden längeren Anstieg ging ich voll ans Limit (wahrscheinlich jeder). Erstaunlicherweise konnte ich gut mithalten, dies sogar mit guten Schweizer Bergfahrern. So schrumpfte das Feld auf eine etwa 35 Mann Gruppe. Im Zweiten Teil der Strecke hatte es weniger Anstiege, dafür aber heftigen Gegenwind, so dass das ganze Rennen ein Windkantenrenne wurde, wo jeder etwa gleich viel leisten muss und der Windschatten wegen des Seitenwindes nicht viel hilft…. Dies kann ich jedoch gut und so war es für mich weniger ein Problem mich in der Gruppe zu halten. Am letzten Anstieg, 20km vor dem Ziel, stürzte ich sinnlos, einfach aus Müdigkeit, da ich einen Moment nicht richtig aufgepasst hatte, war ich im Hinterrad des Vorderen und ich kam zu Fall. Doch stand ich sofort wieder auf und konnte die Gruppe, zwar mit grossem Krafteinsatz, noch einholen. Als ich mich dann zu hinterst erholen wollte und es in die spiegelnasse Abfahrt ging, rissen Kasachen ein Loch auf, dass ich dann auf der Fläche wieder mit grossem Kraftaufwand schliessen musste… So blieben mir fast alle Chancen auf einen Spitzenplatz verweigert. Trotzdem erreichte ich im Sprint nach 111km noch den 7 Rang der Gruppe und den 10. Rang des Rennens…

Die Gesamte Rundfahrt hat sich für mich schon an der ersten Etappe entschieden, was relativ schade war, denn ich habe am letzten Tag gesehen, dass durchaus eine gute Platzierung drin gelegen hätte…

Ich bin aber dennoch zufrieden, aufgrund des vielen Materialpechs habe ich vor allem eins gelernt; nämlich dass ich mein Rennmaterial immer selbst testen muss, bevor ich es im Rennen benütze.

Monday, June 8th, 2009 Uncategorized No Comments