Archive for March, 2009

GP de la Courtine

Mit dem Auto fuhren Roland und ich am Sonntagmorgen nach Genevez, dem Ort, wo das Rennen stattfinden würde. Dass ich nicht viel überlegt hatte, als ich meine Sachen gepackt hatte, sah ich an der Tatsache, dass, je weiter die Strasse in den verschneiten Jura hinaufführte ich mehr überrascht war. Statt den etwa 5-10°C welche ich bei uns erwartete hatte, fanden wir dort nasse Strassen bei -1°C vor. Ich konnte Wintersachen von Roland benütze, sonst wäre ich erfroren. Die Strecke führte in 5 Runden mit je 15 km immer über den 2,5km langen Zielanstieg. Ich hatte relativ gute Beine und konnte insgesammt2 mal eine vielversprechende Attacke starten; doch an diesem Tag kam keine einzige Gruppe weg. So kam es in den Zielbergsprint. Alles konzentrierte sich auf den vermeintlich stärksten Fahrer Gregory Hugentobler (guter Sprinter), als sich ein Unbekannter “wegschlich” mit knappem Vorsprung kam er durch. Ich hatte das perfekte Hinterrad (Gregorys) als dieser den Sprint anzog. Am Anfang lagen wir dann noch alle auf gleicher Höhe, doch fehlte mir auf den letzten 20m noch der “Kick” ins Ziel und so wurde ich schlussendlich 4. Ein gutes Ergebnis an einem Schlechtwettertag.

Sunday, March 29th, 2009 Uncategorized 864 Comments

Erstes Bahnrennen

Am Donnerstagabend fuhr ich mein erstes Bahnrennen. Es war ein Trainingsrennen in Aigle bestehend aus 3 Disziplinen. Ich startete bei den Junioren (Ich hätte auch bei Pistards starten können, das sind die guten Bahnfahrer. Wir dachten aber, da es das erste Rennen ist, das ich besser bei der weniger schnellen Kategorie starte). Das erste Rennen des Abends bestand aus einem Punktefahren von 40 Runden. Jede 10 Runde bekamen die ersten 5 Punkte. Nach etwa 15 Runden hatte ich einen Platten. Zum Glück merkte ich es frühzeitig und konnte ohne zu stürzen bremsen. Ich konnte ein Rad von Claudio Imhof benutzen und die letzten 8 Runden wieder fahren. Ich war natürlich da noch nicht kaputt und griff an, um die letzte Wertung zu sichern. Das Zweite Rennen war ein Omnium, bei dem immer der letzte Fahrer pro Runde ausschied. Das konnte ich fast mit Leichtigkeit gewinnen. Das letzte Rennen war ein Scratch, dort hat der Gewonnen, welcher als erstes im Ziel ist. Antoine Govannini zog über 16 Runden den Sprint an, welchen ich und Simon Pellaud dann noch 3 Runden weiter verschnellerten. So konnte ich die zwei Rennen gewinnen, insgesamt wurde ich, wegen dem Platten aber nur fünfter. Mein Ziel nicht zu stürzen habe ich nicht erreicht (auf dem Weg in die Garderobe bin ich hingefallen…) jedoch war es leistungsmässig ein guter Abend und nächstes Mal werde ich wahrscheinlich bei den Pistards starten, trainingsmässig bringt das mehr.

Friday, March 27th, 2009 Uncategorized No Comments

Rennbericht Mendrisio

Mein erstes Strassenrennen bei den Junioren lag dort, wo mir im letzten Jahr mein Rennrad gestohlen wurde und ich nicht starten konnte. Deshalb nahmen wir die Rennräder in diesem Jahr, obwohl wir eigentlich nicht durften, mit ins Zimmer. Am Start standen 70 Junioren wovon mehr als zwei Teams vollständige italienische Mannschaften waren. Die Strecke war geprägt von einem etwa 5km langen Anstieg, der für mich zumindest ein rechtes Hindernis darstellte. Nach zwei Runden griffen je ein Fahrer dieser zwei Teams an. Leider realisierte ich zu diesem Zeitpunkt nicht, dass diese zwei Fahrer von diese zwei starken Teams waren, stattdessen ging ich davon aus, dass diese sowiso nicht durchkommen würden. Doch die anderen Teammitglieder störten das Feld so effizient, dass jeder Angriff, den wir starteten aussichtslos war. Die letzte Attacke startete ich in der letzten Runde. Tatsächlich war diese vielversprechend, doch war ich zu fest kaputt von dem Berg… So kam es zum Sprint, welcher natürlich perfekt von den zwei Teams angezogen wurde. Ich schnappe mir das Hinterrad von Loic Hugentobler, von dem ich wusste, dass er gut sprinten kann. Leider war auch er kaputt von dem Berg und so konnte er nur wenige Plätze gutmachen. Ich klassierte mich schlussendlich im elften Rang als drittbester Schweizer. Für mein erstes Juniorenrennen ist das ein gutes Resultat, habe ich doch viel gelernt in Bezug auf die Zweikämpfe im Feld und sonstige Taktiken in Juniorenrennen.

Sunday, March 15th, 2009 Uncategorized 4 Comments

Tagebuch Giverola

Tag 1:

Nach einer langen Car-Fahrt (13 Stunden) trafen wir am Samstagmorgen in Giverola ein. Giverola ist ein Hotel bestehend aus Bungalows, welches speziell auf Biken ausgerichtet ist und von Schweizern geführt wird. Ich teilte so eine Bungalow-Wohnung mit drei anderen Nationalmannschaftskameraden. Am Nachmittag ging es dann schon das erste Mal aufs Rennrad. Aus einer ursprünglichen Regenerationsfahrt von 1,5 Stunden wurde ein schnelles Training von 2,5 Stunden und am Abend war ich dementsprechend müde.

Tag 2:

Am ersten „richtigen“ Trainingstag stand eine 3 Stündige Ausfahrt auf dem Programm. Am Ende konnte ich, da ich mich recht gut fühlte noch einen Pass anhängen (Am Ende wurden es vier Stunden). Negativ an diesem Tag war einzig, dass es die ganze Zeit geregnet hatte oder die Straßen nass waren!

Tag 3:

Heute stand eine Bergausfahrt auf dem Programm. Dabei meisterten wir gerade mal 2,5 Pässe. Für mich war das genug, da ich nicht der spezielle Bergfahrer bin… Wir schauten die Technik beim Bergauffahren gut an, und ich musste ein paar Änderungen an meinem Fahrstil vornehmen!

Tag 4:

Die erste „Königsetappe“ stand auf dem Programm: Wir sollten nüchtern zu einer 6 Stündigen Ausfahrt starten. Am Anfang hatte ich meine Probleme, da ich relativ gerne Esse und besonders am Morgen nie ohne Morgenessen aus dem Haus gehe. Aber nach etwa einer Stunde hatte ich mich bereits daran gewöhnt. Nach 2,5 Stunden durften wir dann das erste Mal etwas essen und schon eine halbe Stunde später folgte der einzige, jedoch relativ lange Pass. An diesem konnte ich ein relativ gutes Tempo anschlagen und durchziehen, was mich freute. Auf der anschließenden Abfahrt gaben wir mächtig Gas und führten eine Art Mannschaftszeitfahren durch. Am vorletzten Anstieg wurde es schneller und ich konnte sogar mithalten, was mich noch mehr freute und mir so ein gutes Gefühl gab.

Tag 5:

Ruhetag. Heute konnten wir ausschlafen, gemütlich zu Morgen essen und das machen, was wir wollten. Mit den „Bungalow-Mitbewohnern“ ging ich am Nachmittag eine Stunde gemütlich regenerieren, so dass ich für die zweite Hälfte des Trainingslagers gut erholt sein würde. Es war schönes Wetter, jedoch war der Wind immer noch relativ kalt und stark.

Tag 6:

Nach dem gestrigen Ruhetag stand heute ein intensiveres Training auf dem Programm. Dass alle gut erholt waren, sah man an dem Tempo, welches wir an der ersten Steigung nach Tossa de Mar anschlugen. Ich fühlte mich mittelmäßig und gab daher nicht so Vollgas. Am Mittag wurde es erstmals so heiß, dass wir in kurzen Hosen fahren konnten! Das freute mich irgendwie, denn ich dachte eigentlich, dass es in Spanien um diese Jahreszeit mindestens so kalt sein müsse, dass man mit kurzen Hosen fahren kann; ich habe mich getäuscht.

Tag 7:

Am zweitletzten Tag des Trainingslagers wollten wir noch eine längere Ausfahrt machen. Diese war nicht allzu schnell und es wurde ein gutes Tempo angeschlagen. Die etwa 10km auf Feldwegen haben mir besonders Spaß gemacht und es war noch fast besser als Radquer, da wir Vollgas über Schotterwege gefahren sind. Da sah ich auch, dass es mit meiner Form langsam besser wird, da ich doch einigermaßen genügend Druck auf dem Pedal hatte. Nach 4,5 Stunden trafen wir mit etwas brauneren Beinen in Giverola ein.

Tag 8:

Letzter Tag. Härtester Tag. Der Tag, an dem ich mich am schlechtesten fühlte… Und heute waren es 200km und ein riesen Pass, die/den wir fahren mussten. Wir starteten nüchtern und das erste Sandwich ass ich erst nach 3,5 Stunden. Dabei hatte ich schwere Beine und war müde vom ganzen Trainingslager. Nach dem Sandwich fühlte ich mich ein wenig besser und ich konnte den Pass bis auf 1300m.ü.M. in Angriff nehmen. Danach war ich aber kaputt. Auf der Heimfahrt brach ich wegen dem hohen Tempo, das angeschlagen wurde ein und es wurde noch eine sehr lange fahrt… Und jetzt geht es ab in die kalte Schweiz und nächste Woche findet dann schon das erste Rennen in Mendrisio statt.

Wednesday, March 4th, 2009 Uncategorized 7 Comments