Archive for January, 2009
Semesterabschluss
Mit dem Erhalten des Semesterzeugnisses ging ein letztes halbes Jahr zu ende, in welchem ich Höhen und Tiefs erlebte.
Angefangen hat es nach den Sommerferien, als ich eine Siegesserie von 5 Nationalen Rennen in Folge, dem zweiten Gewinn des Gelben Bandes in Folge und der Teilnahme an der Luxemburgrundfahrt erreichte. Aber genau in dieser Zeit habe ich (leider) die Schule vernachlässigt, was sich extrem in den Noten wiedergespiegelt hat. Während und nach den Herbstferien wurde ich krank und der Start in die Quersaison misslang mir vollkommen. Die vorgenommene Aufholjagd in der Schule wollte auch nicht so recht, da ich lauter schlechte Noten in Proben, die ich vor den Ferien geschrieben hatte, zurückerhielt. So war mein Zwischenzeugnis mit fünf ungenügenden Noten, zwei davon extrem, sehr ungenügend!
Nach einem Gespräch mit dem Leistungssportkoordinator kamen wir zum Schluss, dass ich eine ungeheure Aufholjagd starten musste! So beschloss ich auf drei Rennen zu verzichten und lernte relativ viel. Tatsächlich verbesserten sich die Noten schlagartig und ich bekam ein gutes Gefühl, dass ich kein PG (Promotion gefährdet) erhalten würde. Zu meinem Überraschen wurde ich anfangs Weihnachtsferien zu meinem ersten Weltcuprennen aufgeboten, obwohl ich einen Monat fast nichts trainiert hatte. Dies wirkte sich entsprechend auf meine Leistung aus (Ich wurde in Zolder Letzter).
Dies beunruhigte mich jedoch nicht, da ich wusste, dass wenn ich viele Rennen fahren würde, würde die Form schon kommen. Und tatsächlich: Mit den vielen Rennen in den Ferien fuhr ich in Dübendorf mein bestes Rennen und wurde 5. Leider hatte ich wieder einmal die Schule ein wenig vernachlässigt (d.h. dass ich von den 4 Büchern über die Ferien nur eines gelesen hatte) und so musste ich eine Woche lang meinen Schlaf reduzieren… Vielleicht war es das, oder andere Gründe, weshalb die Schweizermeisterschaft am Sonntag nach den Ferien eines meiner schlechtesten Rennen wurde.
Die Enttäuschung konnte ich relativ gut wegstecken und mich auf den zwei Wochen bis zum Notenschluss andauernden Schlussspurt konzentrieren. Man könnte ihn mit einer Bergankunft im Radfahren, wo man völlig übersäuerte Beine hat, vergleichen. So quasi mit der letzten Motivation bestritt ich die letzten Prüfungen, in welchen entschieden wurde, ob ich ein PG habe oder nicht. Seit einer Woche bin ich nun im Ungewissen, ob es geklappt hat (Ich habe dummerweise kein Notenplan geführt) und heute habe ich das Zeugnis erhalten: Ich habe nur noch zwei ganz knapp ungenügende Noten und sehr viele weit über der vier! Mein Effort hat sich also gelohnt und ich stehe im Nächsten halben Jahr nicht unter Druck…
Juniorenkaderzusammenzug in Andermatt
Genau ein Jahr ist es her, seit ich das letzte mal und zwei Jahre, seit ich das erste Mal auf den Langlaufskis stand. Dies war jeweils im Kaderzusammenzug der U17 Nati der Fall. Mit der U19 Nati stand ich dieses Wochenende das dritte Mal auf Langlaufskis, ganz verlernt hatte ich es vom Vorjahr nicht, doch war es wieder ein neues Erlernen. Im Vergleich zur U17 standen wir weniger auf den Skis, hatten aber umso mehr Theorie, wie zum Beispiel Rennplanung, ein wenig Trainingslehre und “natürlich” das Thema Doping. Dabei vermittelte uns Daniel Gisiger, der Nationaltrainer, seinen kompromisslosen Kurs, was das Thema Doping betrifft. Am Sonntag rannten wir nüchtern auf Nätschen am Oberalppass um, wie wir in der Theorie lernten, mit dem Fett im Körper und ohne Zucker Leistungen zu erbringen. Ebenfalls stretchten wir vor jedem Morgenessen und schauten Kraftraum-Übungen an. Man sieht, wir haben viel gelernt und gemacht und nun freue ich mich auf das Trainingslager ende Februar in Giverola mit der Juniorennationalmannschaft.
6.Platz an der Schweizermeisterschaft
Von vielen als Favorit genannt nahm ich in Wetzikon, auf der Strecke, wo ich in der Vergangenheit immer gut gefahren bin (2.Platz im letzten Jahr), an den Schweizermeisterschaften der Junioren teil. Nach meinen guten Rennen der vergangenen Woche, wo ich jeweils bester schweizer Junior war, hatte ich grosse Erwartungen und wollte unbedingt gewinnen. Der Start misslang mir vollkommen. Während Dario Stäuble vorne attackierte, musste ich an siebter Stelle fahrend an der ersten Passage absteigen und verlor so schon den Kontakt. Zwar war ich nach der ersten Runde schon wieder an dritter Stelle, allerdings mit 21 Sekunden Rückstand. Als ich ein entstandenes kleines Loch in der Vierergruppe, in welcher ich fuhr, wieder zusprinten wollte, stürzte ich in einer verschneiten Kurve und verlor endgültig den Anschluss. Ich war an diesem Tag zu wenig stark und meine Leistung überhaupt nicht vergleichbar mit derjenigen der Woche zuvor. Vielleicht lag es an der extrem kalten Luft, welche es mir schwer machte zu atmen oder einfach dass ich zum falschen Zeitpunkt einen schlechten Tag erwischte. Ich kam schlussendlich als 6. ins Ziel und war sehr enttäuscht. Nun werde ich Pause machen und Mitte Februar mit dem Aufbau für die Strassensaison beginnen. Am nächsten Wochenende geht es allerdings bereits auf nach Andermatt, mit der Schweizerstrassennationalmannschaft ein Langlauftraining zu absolvieren…
5.Platz am Flüügerquer
Nachdem ich am Freitag wegen einer Autopanne nicht starten konnte, war ich heute noch mehr motiviert. Es war die Strecke, auf der ich im letzten Jahr bis in die letzte Runde einsam an der Spitze gelegen hatte! Wieder aus der zweiten Reihe startend konnte ich mich innerhalb der ersten Runde auf den 5 Rang vorarbeiten. Der schnelle und gefrohrene Parcours lag mir gut und machte mir Spass. Zwischenzeitlich konnte ich Valentin Schwerz, auf dem vierten Platz liegend, einhohlen. Doch dieser attackierte drei Runden vor Schluss. Ich konnte knapp mithalten und so ein Loch auf die hinteren Konkurrenten aufreissen. In der letzten Runde musste ich ihn ziehen lassen und konnte meinen fünften Platz ungefährdet nach Hause fahren. Ich war wieder bester schweizer Junior, was mir Zuversicht auf die in einer Woche stattfindende Schweizermeisterschaft gibt.
Rennbericht Beromünster 31.12.2009
Da ich in dieser Woche drei Rennen in fünf Tagen bestreiten werde, war für mich dieses Rennen nur zum Trainingszweck, um in Form zu kommen. Das Besondere der Strecke war, dass sie sehr kurz war und man nirgends absteigen musste. Der pickelharte Boden war am auftauen, was ihn so schmierig machte, dass man in der Kurve extrem aufpassen musste! Aus der zweiten Reihe startend, konnte ich mich in der ersten Runde auf den fünften Platz vorarbeiten. Leider verpasste ich die Leadergruppe und fand mich so in der zweiten Gruppe um Platz 5-8 wieder. Dort konnte ich ohne Probleme mithalten und war mir sicher, die anderen schlagen zu können. Ich beging jedoch den taktischen Fehler, als Letzter in die Abfhart zu gehen, obwohl ich dort der Schlechteste der Gruppe war! Das entstandene Loch zum ausgerissenen Marc Koller konnte ich zwar schliessen, doch im Sprint fehlte mir dann die Kraft. So wurde ich 6., was mein bisher bestes Resultat ist!
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