Archive for December, 2008
Rennbericht Diegem (Brüssel) 28.12.2009
Nach dem schlechten Weltcuprennen in Zolder, wollte ich aus dem Wochenende noch etwas daraus machen! Mit der Streckenbesichtigung vom Superprestigerennen in Diegem wurde dieses Vorhaben unterstützt, da die Strecke einem Strassenrundstreckenrennen glich. Etwa die Hälfte der Strecke war Asphaltiert, der andere Teil führte über Schotterwege oder zugefrohrene Wiesenpartien. Das Neue an der Strecke war die Sandpartie, welche man nur sehr Schwer durchfahren konnte (Von den Junioren schaffte es niemand).
Roland hat mir extra dünne und schnelle Colés montiert, dass ich möglichst schnell fahren konnte.
Am Start musste ich wieder einmal zuhinterst einstehen, da ich dort noch nie gefahren bin. Es waren etwa 60 Fahrer am Start, was es so am Start sehr schwer machte, Pätze gut zu machen. Ich erwischte einen nicht allzu guten Start (Immer noch wesentlich besser als in Zolder) und arbeitete mich langsam das ganze Rennen hindurch nach vorne. Dabei fuhr ich die ganze Zeit über alleine, was besonders auf dieser Strecke ein Nachteil ist, da ich eine gute Gruppe am Anfang verpasst hatte! Ich hatte jedoch eine menge Spass am Rennen, obwohl es so kalt war, dass ich meine Zehen das ganze Rennen über nicht gespürt hatte (und es nachher dementsprechend schmerzte beim Auftauen). Ich hatte viel bessere Beine und war spritziger, einzig die Power über längere Distanzen fehlte mir noch. Am Ende wurde ich 28, was mich zufriedenstellt und zuversichtlich auf das Kommen der „Form“ stimmt.
Weltcuprennen Zolder
Am Mittwoch Morgen nach einer kurzen Weihnachtsnacht ging es um 5:30 Uhr auf in Richtung Zolder, welches ganz in der Nähe von Brüssel liegt. Um 15:00 Uhr konnten wir die Strecke besichtigen, welche sich auf der Autorennbahn von Zolder befand. Die Strecke war sehr schnell und wenig technisch, verlangte jedoch eine grosse Antrittskraft, da man nach jeder Ecke antreten musste.
Der Start am Freitag fand um 10:00 Uhr statt. Wir hatten unser Hotel etwa 1km von der Strecke entfehrnt, so konnten wir uns in aller Ruhe uf das Rennen vorbereiten. Zum Einfahren gingen wir in das Fahrerlager wo alle zusammen im Zelt einfuhren. Da die anderen vier Schweizer Junioren besser sind als ich musste ich in der hintersten Reihe einstehen (Reihe 6). Auf der langen Start-/Zielgeraden konnte ich viele Positionen gutmachen. Doch in der ersten Technischen Passage beging ich den Fehler, dass ich absteigen musste. Dabei überholten mich alle die ich mal überholt hatte und ich lag am Schluss des Feldes, ich hatte sogar den Anschluss verloren. Zwar versuchte ich wieder Anschluss zu finden, doch dies gelang mir nicht und so fuhr ich bis am Schluss mit einem Amerikaner, welcher mich sogar noch im Sprint schlug. Ich war dementsprechend enttäuscht. Diese Enttäuschung legte sich beim Zuschauen der Eliterennen von Frauen und Männer, wo ca.40000 Zuschauer anwesend wahren!!! Am Sonntag fahren wir ein Superprestigerennen in Brüssel, ich hoffe dort läuft es mir besser.
Erstes Weltcuprennen
Mein erstes Weltcuprennen war leider nur für Elite und Frauen ein Weltcuprennen. Bei den Junioren hatte es allerdings auch viele Ausländer dabei, so dass es für mich ein gutbesetztes internationales Radquer geben würde. Die Strecke war bei nasskaltem Wetter sehr matschig und wenig technisch, so dass man immer drücken musste um überhaupt vorwerts zu kommen! Zwar konnte ich mich am Start bis in die erste Reihe vordrücken, jedoch verlor ich beim Start umso mehr Positionen. Ich fuhr nun das ganze Rennen um den 10 Rang. Ich hatte viel zu wenig Druck auf dem Pedal um weiter nach vorne zu fahren. Gegen Ende ging ich sogar noch mehr ein und viel auf Rang 12 zurück. Angesichts meiner Rennpause/Trainingseinschränkung ist das ein beachtliches Ergebnis.
Als ich mit dem Rennen vorbei war, freute ich mich auf die Profis, wie Sven Nys oder Lars Boom, welche die zwei Ausnahmecrosser sind! Kurz vor dem Rennen wurde ich und Roland gefragt, ob wir beim Waschen der Velos von Simon Zahner, einer der Besten Schweizer Crosser, helfen würden. Ich sagte zu, denn sowas musste man als Fahrer selbst mal gemacht haben. In der Wechselzone, welche ca. 100m lang war, stellten sich die Teams (welche von 2 bis über 5 Wascher reichten) von jedem der 60 Fahrer auf. Als nun das ganze Feld nach einer Runde wechseln wollte gab es ein Chaos und eine Hektik, die nur schwer zu beschreiben ist. Ich war sehr beeindruckt vom Material und der Profession der guten Profis, welche bis zu 4 oder 5 Velos in der Wechselzone hatten. Dabei habe ich allerdings nur wenig vom Rennen der Profis sehen können.
Vorschau: Erstes Weltcuprennen
Erstaunlich aber wahr. Nach einer Zwangspause (Ich musste für die Schule arbeiten, was mich dort wieder in eine bessere Lage brachte) bin ich zu meinem ersten Weltcuprennen aufgeboten worden. Es findet am Sonntag in Nommay statt. Ich hoffe, dass meine Pause sich nicht allzu negativ auf das dortige Resulat auswirkt.
Mein neuer Club im nächsten Jahr ist SC Campione Celeste. Mein Sponsor, der Veloladen von Roland Von Arx, hat einen neuen Club gegründet, damit ich seine Kleider im neuen Jahr anziehen kann. Das neue Reglement von Swiss-Cycling sagt nämlich aus, dass der Club des Fahrers auf seinem Renntrikot vertreten sein muss. (Meiner Meinung nach ein Schritt in die Falsche Richtung, da viele Junge Fahrer, wie auch ich, auf das Sponsoring angewiesen sind und deshalb dessen Kleider tragen möchten. Die Fahrer, die andere Kleider tragen werden schon genug “bestraft”, indem sie kein Geld vom Club erhalten für Siege, Startgeld u.s.w. !!) Passiv werde ich dem RSC Aaretal-Münsigen beitrete, damit ich z.b. mit ihnen trainieren kann.
Rennausfall
Ich werde bis zu den Weihnachtsferien keine Rennen mehr bestreiten. Der Grund dafür liegt in der Schule: Im Moment bin ich da in einer prekären Situation und bin deshalb gezwungen, das Wochenende zum Aufgabenmachen für die Schule statt für den Radsport aufzuwenden. Dies allerdings nur bis zu den Weihnachtsferien. Mein Nächstes Rennen werde ich am 20.Dezember in Orbe bestreiten. Ich hoffe, dass diese Zwangs-Renn-Pause nicht allzu gross ins Gewicht fällt. (Trainieren werde ich weiterhin, jedoch eingeschränkt).
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