Archive for August, 2008
Rennbericht Pfaffnau 17.08.08
Am Morgen um 06:25 Uhr läutete das Telephon, welches mich zum Aufwachen zwang. Ich schaute auf die Uhr und musste feststellen, dass ich vor 10 Minuten im Grauholz hätte sein müssen, um mit den Schaller-Anfängern ans Rennen zu fahren. Schnell rief ich zurück, doch sie waren schon abgefahren. Zwei verpasste Rennen an einem Wochenende, das war mir zu Viel. so schaltete ich den Computer an, fand eine Zugverbindung und machte mich, mit einem Joghurt und Trinkflaschen ausgerüstet in Richtung Bahnhof Bern auf. Nach dem neuen Streckenrekord, erwischte ich den Zug harscharf. Das nächste Problem stellte sich beim Billetkauf beim Kondukteur dar: Ich hatte natürlich zu wenig Geld. Doch er war sehr nett und erliess mir das fehlende Geld. Mit dem Postauto ging es dann von Zofigen nach Pfaffnau, wo Yves Hofmann bereits meine Startnummer abgeholt hatte. Ich kam 10 Minuten vor dem Rennen an den Start. Natürlich hatte ich keine Ahnung von der Strecke, so hielt ich mich erst mal zurück. Auf der selektiven Strecke wurde das Feld immer kleiner, doch auf dem Flachstück schloss sich alles wieder. Nach dem Horrorstress am Morgen war ich natürlich überhaupt nicht auf Höchstform! Nachdem ich das nach einem Angriff gemerkt hatte, hielt ich mich zurück und versuchte das Feld bei der Einholung eines in Runde zwei von drei ausgerissenen Fahrers zu organisieren. Doch funktionierte das nicht so richtig und zum Angreiffen fühlte ich mich zu schwach. So konzentrierte ich mich auf den Schlusssprint, welcher hundert Meter vor dem Ziel eine S-Kurve beinhaltete. Claude zog das Tempo an, ich löste mich vom Hinterrad von Joel Peter, doch der Sprint war zu Kurz. Ich wurde Gesammtdritter, nach der Anstrengung am Morgen kein schlechtes Ergebnis; obwohl ich mir den Sieg zum Ziel gesetzt hatte!
Rennwochenende Italien 14.08-16.08.08
Endlich war es soweit. Am Donnerstag um 18:30 Uhr fuhren ich, Yves Hofmann, Claude Koster und Fabian Bieri als Mannschaftsfahr-Team-Anfänger, Nico Garcia als Schüler, Carlo Garcia, Claudio Angelucci und Roland Glaus als hervorragenden Betreuer mit zwei Autos richtung Italien. Von Anfang an war die Stimmung gut und wir freuten uns auf das Italienische Rennen am nächsten Tag! Das Nachtessen wurde uns vom freundlich scheinenden Organisator übernommen, wo wir mächtig gemustert wurden. Wir übernachteten im Haus des legendären Celestino Angelucci (10vor10 am Mittwoch Abend). Bereits am Morgen um 07:00 Uhr gab es warme Spaghetti. Die Strecke war für Schweizer Verhälnisse relativ anspruchsvoll, mit zwe heftigen Anstiegen, wobei es eine Bergankunft gab. Wir nahmen uns viel vor. Beim Startort angekommen begannen wir nicht schlecht zu staunen: es waren 150 Teilnehmer, natürlich mit top Material, Pokäle bis Platz 10, Mannschaftswagen, Radio-Tour u.s.w. Doch als wir die Startnummern holen wollten, benötigten wir eine Bewilligung des Italienischen Verbandes (Dummerweise hatte uns der Organisator, welcher uns eingeladen hatte, versichert, das wir das nicht brauchen). So ein “Sturkopf” im Bureau des Italienischen Verbandes wollte uns keine geben und so waren wir zum Zuschauen verurteilt! Das war ein Schock, bei dem weder wir noch die Betreuer etwas dafür konnten. Wir waren entsprechend wütend und enttäuscht, denn eine Startverweigerung ist schlimmer als wenn man schlecht Rad fährt, denn so hätte man es immerhin versucht!. Wir beschlossen dennoch mitzufahren, doch wurden wir nach kurzer Zeit aus dem Rennen genommen. So schauten wir zu doch liessen uns deswegen die gute Sitmmung nicht nehmen. Wir blieben dennoch bis am Samstag, wobei wir zu viert noch ein bisschen dorffesteten… Auf der Heimfahrt besuchten wir noch den Märit in Domodossola und bestritten eine kleine Radrunde als Vorbereitung auf den nächsten Tag in Pfaffnau. Es war trotz des “Nichtstartes” ein tolles Wochenende, auch mit der super Betreuung!
Bern West 09.08.08
Am Morgen nach dem Morgenessen sah ich das olympische Strassenrennen der Männer. Da wurde Fabian Cancellara, der in der Nähe von mir wohnt, in eindrücklicher Manier Dritter. Eigentlich sollte das nur Gutes für das heutige Heimrennen bedeuten, denn im Grunde lag die Strecke mir, zwar nicht typisch für mich, trotzdem war ich motiviert zu gewinnen. Nach dem verhaltenen Rennen am letzten Sonntag in Kirchdorf wollte ich heute aggressiver fahren, so wie ich anfangs Saison erfolgreich gefahren war. Das Rennen begann, wie immer, verhalten und es wurde ein bisschen geredet. Nach der ersten Runde ging es zum ersten Mal zur Sache. Joel Peter riss am Anstieg nach dem Ziel aus. Im darauffolgenden Flachstück riss ich zu ihm nach vorne aus. Doch, fast klar, die zwei ersten im Gesamtklassement liess man uns überhaupt nicht fahren. Statt dessen liess man weniger Siegesanwärter fahren. Nach der zweiten von drei Runden merkte ich, dass ich nicht wegkomme, obwohl ich es bereits versucht hatte. Ich realisierte, dass meine Chancen auf den Sieg am letzten Berg nicht so gross waren. So griff ich kurz vor dem letzten 500m vor dem Ziel liegenden Anstieg satte zweimal an. Das waren zweimal zu viel, denn am besagten Anstieg waren meine Beine lehr! Ich hatte sogar falsch kalkuliert, denn am Anstieg wurde nicht einmal voll gefahren, so dass ich garantiert mithalten gekonnt hätte…. So wurde es, nach Resultat, mein mit abstand schlechtestes Rennen! (Im Ziel wurde ich noch 18.) Ich habe einiges dazugelernt und hatte am Rennen selber Spass, (danach war ich jedoch sehr enttäuscht).
ORV Zeitfahren Langenthal-Rütschelen 05.08.08
Ich war sehr motiviert vor dem Start des Zeitfahrens, endlich wieder einmal vollgas geben ohne über Taktik nachzudenken! (Stimmt natürlich nicht ganz…) Am Vortag hatte ich noch den Lenker nach oben gebogen, so dass es der Zeitfahrposition von Cancellara ähnelt, und es hat mir sofort zugesagt. Von Anfang an lief es mir gut, trotz dessen, dass ich als erster auf die Strecke musste (So hat man keine Fahrer vor sich, die man als Ziel hat, einzuholen). Es war ein schönes Zeitfahren, bei dem es 24km fast nur flach war, und man so einfach eine halbe Stunde lagn voll in die Pedale treten musste. Am Anfang war ich ein bisschen zu schnell ins Rennen gestartet was ich besonders am letzten und einzigen Anstieg nach Rütschelen merkte. Oben am Ziel war ich dann völlig ausgepumpt, jedoch hat es eine menge Spass gemacht. In meiner Kategorie gewann ich klar mit 2,5 min Abstand, jedoch hatte ich auch das bessere Rennrad, dank Campione Celeste! In der höheren Kategorie, wo ich nächstes Jahr starten darf, mit den Elite und Amateuren wurde ich 12.
Rennbericht GP Aaretal 03.08.08
Da ich schon einen Monat ohne Rennen in den Beinen an den Start ging, war ich mehr motiviert wieder einmal ein Rennen zu fahren. Bereits im Frühjahr fand auf der gleichen Strecke ein Hobbyrennen statt, welches ich als sehr hart in Erinnerung hatte! Wir fuhren also am Morgen um 08:15 los, immerhin war es noch nicht so heiss. Die erste Runde wurde wie zu erwarten als Einfahrrunde gefahren. In der zweiten Runde griff ich erstmals an, doch hatte ich viele Fahrer an meinem Hinterrad, so dass es nichts brachte. Der eine Runde später folgende Angriff brachte ebenso wenig, so dass ich mich nun zurückhielt. Ich sparte meine Kraft für die Schlussrunde auf, bei der ich angreifen wollte. Doch Lukas Müller kam mir zuvor. Ich musste den Gang wechseln und setzte nicht sofort nach, was mein Fehler des Rennens war. Logischerweise schloss Joel Peter das Loch zu Lukas Müller nicht, einerseits, da es ihm zu viel Kraft kosten würde und da sie auch Kollegen sind. Dies vergas ich in diesem Moment und so war Lukas weg und der Sprint um Platz 2 gewann Joel, vor mir…
So sind die Querfahrer, welche letzte Woche im Trainingslager waren, alle auf dem Podest….
Trainingslager in Ftan (Engadin)
Bereits seit dem Sonntag bin ich hier oben in Ftan auf 1600 m.ü.m! Dies und das Abstürzen meines Computers ist der Grund der fehlenden News-Einträge. Bereits am ersten Tag machten wir eine fast lockere Ausfahrt mit immerhin 80km. Jedesmal nach Ende einer Ausfahrt muss man noch einige hundert Höhenmeter bewältigen um von Scuol nach Ftan hinauf zu gelangen. Am Montag dan standen 220km bis nach Bellinzona auf dem Programm. Für mich viel zu viel, da ein Radquer-Rennen (Wir sind die Radquernati mit sieben Leuten) gerademal 40min geht und wir so mehr als sieben Stunden im Sattel sassen. Dementsprechend waren wir am Abend alle Kaput. Doch schon am nächsten Tag durften wir über den San Bernhardino und den Flüelapass wieder nach Ftan fahren. Der Haken: Es führte über 190km und das was wir am Vortag hinunterfahren konnten, konnten wir nun hochfahren. Es schafften es nicht alle, da es auf den letzten 60km noch regnete! Wir, die durchhielten, waren am Ende gar fast neun Stunden im Sattel.. Trotz dessen das es zu viel für mich ist, hat es trotzdem spass gemacht, mal solche Distanzen zu Absolvieren. Heute ist nun Ruhetag, doch schon morgen geht es mit weiteren Pässen weiter….
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